Tidenrallye 2026
Die Tidenrallye von Nordenham nach Bremen gibt es schon sehr lange. Seit 1973 geht es alle 2 Jahre auf der Unterweser mit der Tide gegen den Strom, inzwischen nicht mehr bis nach Bremen in die Innenstadt hinein, sondern am Ende auf der Lesum in insgesamt 44 km zum Kanuverein Tura Bremen im Ortsteil Lesum.
Für uns drei EFFler war diese Traditionsveranstaltung allerdings mit Aufregung erwartetes Neuland. So nutzten wir auch das Vorprogramm der eigentlichen Rallye am Himmelfahrtswochenende, um mit Zeit und Zeltsachen im Boot das Revier kennenzulernen.
Mit der offiziellen Anfahrt ging es ab Mittwoch zunächst in zwei Gruppen zu je etwa 15 Paddlern und Paddlerinnen mit kompetenter und ortskundiger Führung mit dem Strom und mit der Tide ab Tura Bremen als Zweitagestour die Rallystrecke in entgegengesetzter Richtung bis Nordenham. Übernachtet wurde auf dem Campinggelände auf der Insel Harriersand. Freitags folgte in Nordenham ein Pausentag, an dem in diesem Jahr ein Ausflug nach Bremerhaven auf der anderen Seite der Weser angeboten wurde mit sehr informativer Führung durch das historische Museum.
Bis hierhin hatte es gemischtes Wetter gegeben, mal Sonne, mal Regen, mal warm, aber doch recht frostige Nächte. Für den Rallyetag am Samstag aber hatten wir die schwierige Windprognose mit Sorge im Blick. Es sollte ordentlich von Westen blasen, das hieß strammen Seitenwind, und so kam es dann auch.
Auf dem ersten Drittel (bis etwa Harriersand) der 44 km-Rallye gibt es wenig Windschutz vom Ufer, mit Wind und Wellen bedeutete das doch einige Herausforderung an Kraft und Kondition. Zum Glück entspannte sich die Lage aber mit der dann beginnenden Bebauung und Bäumen und Büschen am Ufer, die etwas Windschutz gaben. Insgesamt lief die Tour für uns aber doch als sportliche Herausforderung. Die Boote waren mit allen Zeltsachen drin doch schwerer, als wir sie normalerweise fahren, Wind und Wellen auf jeden Fall stärker als zuhause auf der Ruhr. Und dann lagen uns ja noch alle warnenden Bemerkungen der Erfahrenen im Nacken, dass man schon ein höheres Tempo halten muss, um es vorm Kippen der Tide ins Ziel zu schaffen, das dann auch geschlossen wird, bevor das Wasser wieder in die andere Richtung strömt. Aber Ende gut - alles gut: Trotz Wind und schwerer Boote haben wir es alle mit viel Zeitpuffer ins Goldziel geschafft. Wir hätten also locker auch entspannter fahren können.
Eine tolle Tour!