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Häufig sind wir schon auf der Ruhr oberhalb und auch unterhalb unseres Vereins gepaddelt. Weil die Mündung der Ruhr in den Rhein aber nur mühsam zu erreichen ist, waren wir bislang noch nie bis dorthin vorgedrungen. Kurz vor dem Mülheimer Wasserbahnhof war immer Schluss.

Da kam die Idee einfach auf dem Rhein zu paddeln und dabei die Ruhrmündung inspizieren zu können gerade recht. Auf diese Weise könnten wir doch endlich einmal die Mündung der Ruhr vom Kajak aus besichtigen, ohne am Mülheimer Wasserbahnhof und am Sperrwerk mühsam umtragen zu müssen.

Eingestiegen sind wir an der Messe in Düsseldorf, wo man einen guten Zugang zum Wasser gleich in der Nähe eines Parkplatzes hat. Ausgestiegen sind wir im Hafen von Duisburg-Homberg, beim freundlichen Homberger Ruderclub "Germania". Auch dort gibt es genügend Parkplätze, zwar nicht direkt am Wasser, aber doch in kurzer Bootswagenentfernung vom Wasser. So ergibt sich eine Paddeltour von 32km Länge.

Auf dieser Strecke kann der Rhein nicht mit ganz so eindrucksvoller Natur aufwarten wie weiter südlich, allerdings bekommt man hier vom Kajak aus eine spektakuläre Industriekulisse geboten. So passiert man nacheinander die Chemieindustrie in Uerdingen, das Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Duisburg und schließlich die geschäftigen Zufahrten des Duisburger Hafens zum Rhein. Mitten zwischen diesen Hafenzufahrten passiert man schließlich, kurz vor Ende dieser lohnenswerten Tagestour, die Mündung der Ruhr, die man leicht an der Skulptur Rheinorange erkennen kann. Das Rheinorange ist aufgrund seiner Größe und leuchtenden Farbe weithin sichtbar und symbolisiert eine glühende Stahl-Bramme, was bei diesem Standort und der Bedeutung der Ruhr für die frühe Stahlproduktion sicher angemessen ist.

Der Wasserstand des Rheins war auf unserer Fahrt sehr gut, so dass uns eine ordentliche Strömung half und wir zügig vorankamen. Kurz vor Uerdingen fanden wir auf der rechten Rheinseite sogar noch eine sehr schöne Pausenstelle, die wir für ein kleines Picknick nutzten.

Am Ende der Tour muss man aufpassen, dass man die Zufahrt zum kleinen Hafen von Duisburg-Homberg nicht verpasst. Diese liegt gleich nach der Ruhrmündung und den Zufahrten zum Duisburger Hafen, die alle auf der rechten Seite zu sehen sind, sofort danach unmittelbar hinter der Friedrich-Ebert-Brücke auf der linken Seite des Rheins.

Wie immer, muss man auch hier auf dem Rhein gut auf den Schiffsverkehr achten, der rund um den Duisburger Hafen komplexer ist als auf anderen Rheinabschnitten. Auch hier deshalb die Warnung: Diese Tour ist nicht für Paddelanfänger geeignet.